Dichterdämmerung

"Dichterdämmerung" aus dem Jahre 1980 ist die stark veränderte Theaterfassung des frühen Werkes "Abendstunde im Spätherbst". Die Handlung um Kriminalschriftsteller Korbes, den sein Bewunderer Fürchtegott Hofer einer Mordserie überführen will, ergänzt Dürrenmatt um eine Reflexionsebene, in der die Figuren als autonome Bühnenfiguren die Aufführung sowie deren Entstehung kommentieren.

Korbes und sein Gegenspieler und Bewunderer Fürchtegott Hofer haben bei der Aufführung des Stücks mit einigen Hindernissen zu kämpfen: Wechselnde Regisseure haben unterschiedliche Strichfassungen in Umlauf gebracht, eine sich potenzierende Anzahl von Dramaturgen wollte ebenso viele Einfälle verwirklicht wissen. Korbes ist sich sicher, dem Publikum mache das ständige Hin und Her nichts aus, es werde schlichtweg glauben, in einem modernen Stück zu sein. Über die Regie beschweren sich beide lauthals, als ihnen siedend heiß einfällt, dass womöglich die Herren im Publikum sitzen. Andererseits müsse man das kaum befürchten, vermutet Fürchtegott, bestimmt inszeniert zumindest einer in irgendeinem Nest Dürrenmatt.

Just als Korbes das Stück als zu Ende gespielt betrachtet, tritt seine Geliebte Joan mit der Behauptung auf, Dürrenmatt hätte einen neuen Schluss geschrieben, es gehe noch weiter. "Schreibt der immer noch?", fragt Korbes entnervt. "Nur noch um.", antwortet Joan. Am Ende des neuen Schlusses gibt es Tote und Verletzte, doch die gerufenen Sanitäter lassen auf sich warten. Kein Mensch in dieser Stadt wisse mehr, wo sich das Theater befinde, entschuldigen sich die verspätet eintreffenden Retter.

Dürrenmatts Dichterparodie "Dichterdämmerung" sei ein Stück "vollgepackt mit Witz, Intelligenz und Belesenheit" schrieb The Stage und weiter "Die ganze Meisterschaft, die wir in den 'Physikern' gesehen haben, ist hier eingesetzt und glücklich verquickt mit der Gerissenheit und dem Können, die Dürrenmatt in seinen Kriminalromanen an den Tag legt." Zugleich gibt das späte Werk einen Einblick in die gesammelten Vorurteile Dürrenmatts gegenüber dem "Regietheater" zu dieser Zeit.

Mitwirkende: Ulrike Wolf, Heidrun Scholz, Ajla Buljubasic, Annamaria Kurtovic, Johannes Rost, Philipp Schmoelz, Eduard Treise (Technik)

Regie: Helen Pavel, Regieassistenz: Johannes Rost

Aufführungsrechte: Verlag Felix Bloch Erben GmbH & Co. KG, Berlin

Publikumsstimmen:

"Hallo, wertes Team des Dreigroschentheaters,

ich habe am vergangenen Samstag in Stuttgart zusammen mit meiner Frau Ihre Aufführung von Friedrich Dürrenmatts „Dichterdämmerung“ gesehen – und möchte Ihnen auch im Namen meiner Frau auf diesem Weg ein sehr herzliches und begeistertes Feedback übermitteln.

Die Inszenierung hat uns nachhaltig beeindruckt. Wir waren während der Aufführung vollkommen gefesselt und sind auch im Nachhinein noch immer begeistert – sowohl vom Stück selbst als auch von der Art, wie es auf die Bühne gebracht wurde.

Ich bin seit mehreren Jahrzehnten ein großer Dürrenmatt-Fan und habe alle seine Stücke mehrfach gelesen. Gerade deshalb war ich besonders gespannt auf Ihre Umsetzung – und wurde in jeder Hinsicht positiv überrascht. Die Aufführung hat für mich gezeigt, wie lebendig, vielschichtig und aktuell Dürrenmatts Werk auf der Bühne wirken kann.

Besonders hervorheben möchten meine Frau und ich die schauspielerischen Leistungen: Die Darstellung war intensiv, glaubwürdig und mitreißend. Man hat gespürt, mit wie viel Leidenschaft und Spielfreude das Ensemble gearbeitet hat. Die Figuren wirkten lebendig, vielschichtig und nahbar – das hat den Abend für uns zu einem besonderen Theatererlebnis gemacht.

Auch die Aufführung insgesamt empfanden wir als sehr stimmig: Atmosphäre, Timing und Zusammenspiel haben prima funktioniert. Das Stück von Friedrich Dürrenmatt wurde auf eine Weise präsentiert, die uns gleichermaßen zum Nachdenken gebracht und emotional berührt hat.

Wir möchten uns daher ganz herzlich bei allen Beteiligten bedanken - auf der Bühne wie hinter den Kulissen. Es war für meine Frau und mich ein außergewöhnlicher Theaterabend, der uns sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Herzliche Grüße und (hoffentlich) auf ein baldiges Wiedersehen

Frank und Stefanie D...

P.S.: Dieser Text wurde nicht mit KI generiert :-) "

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