Dramoletti von Lutz Hübner

Haben Sie sich jemals gefragt, was wirklich hinter den Kulissen, in der Dramaturgie oder in der Technik eines Theaters passiert, während Sie im Zuschauer*innenraum gemütlich Bonbon kauend auf den Beginn der Vorstellung warten?

Lutz Hübner reißt mit seinem Stück „Dramoletti“ den Vorhang der Illusionen mit einem gewaltigen Augenzwinkern herunter und lädt zu einem rasanten Kabarett-Abend ein. In diesem herrlich pointierten „Theateralphabet“ wird der Theaterbetrieb selbst zum schonungslosen Hauptdarsteller.

Vergessen Sie für einen Abend die schweren Welträtsel - hier geht es um den nackten Wahnsinn des Kulturbetriebs. Ein eskalierender E-Mail-Krieg zwischen einer Autorin und der Regie wegen der Streichung einer einzigen Metapher. Eine Stadtkämmererin, die dem Intendanten vorschlägt, aus Kostengründen doch einfach mit weniger Schauspieler*innen zu proben. Ein Techniker, der grübelnd vor einer Klebeband-Markierung steht und sich, gleich einem Hamlet, mit der existentiellen Frage konfrontiert: Bleibt sie oder geht sie, sein oder nicht sein? Das ist böse. Das ist wild. Das ist scharf an der Realität gebaut. Das ist schmerzhaft komisch.

Doch „Dramoletti“ ist weit mehr als nur gnadenlose, treffsichere Satire auf hohle Podiumsdiskussionen und scharfe Kritiker*innen. Zwischen all dem herrlichen Chaos, den großen Eitelkeiten und dem täglichen Kampf um Budgets blitzt sie immer wieder auf: die pulsierende Kraft der Bühne.

Eine unverfälschte Liebeserklärung an das Theater.

Es spielt die Theatergruppe Lebenssplitter

Regie: Markus Klemenz

Aufführungen

Impressionen